Am Morgen des 10. August 2024 traf sich eine kleine Gruppe am Lager der Schnüsse Tring, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Das Lager war in einem chaotischen Zustand, und es wurde klar, dass dringend gehandelt werden musste. Nachdem sich alle mutig durch das Chaos gekämpft hatten, lautete das Fazit: Wir brauchen einen Container und einen Termin!
Der Container-Marathon
Am 3. Oktober 2024 sollte es endlich so weit sein. Anke Rogge, Andrea Müller-Rogge, Simone und Stephan Schmitz sowie Felix Kirchhoff trafen sich in Arbeitskleidung, um dem Chaos ein Ende zu bereiten. Doch schon der Tag zuvor wurde zu einem organisatorischen Kraftakt. Ein absolutes Halteverbot wurde frühzeitig eingerichtet, damit der Container angeliefert werden konnte. Doch am Morgen des 2. Oktobers kam alles anders: Der Entsorger rief an, da das eingerichtete Halteverbot (wie so oft) zugeparkt war. Kurzerhand etablierte sich die WhatsApp-Gruppe als Krisenstab, und es wurde mit der Polizei und dem Ordnungsamt telefoniert. Nach Prüfung aller Genehmigungen und etwas Beratung wusste man nun, wie man die Falschparker abschleppen lassen konnte.
Bevor jedoch dieser drastische Schritt gewählt wurde, wollte das Team einen zweiten Versuch starten. Der Senatspräsident Peter Kloiber wurde angerufen, um vor Ort zu überprüfen, ob die Fläche wieder frei sei. Er gab Entwarnung, und so wurde erneut der Entsorger kontaktiert, um den Container zu liefern. Doch wieder stand ein Auto auf der Fläche. Nach einem kurzen Brainstorming war die Lösung, dass der Lkw-Fahrer mit seiner Hupe ordentlich Lärm machen sollte – erfolgreich! Der Container konnte endlich abgeladen werden.
Das große Aufräumen
Am Donnerstag, dem 3. Oktober, war es dann soweit: Das Team traf sich am Lager. Wegen eines kurzfristigen Ausfalls der Kinderbetreuung bei Familie Schmitz freute sich das Team über zwei unerwartete Helfer. Mit viel Tatendrang wurde sortiert, entschieden und entsorgt. Die zusätzlichen Helfer machten sich an die Arbeit im Archiv und sortierten alte Orden. Am Ende des Tages war der Container bereits voll, was jedoch nicht bedeutete, dass es im Lager besser aussah. Simone, das fleißige Bienchen, hatte abends eine Überraschung für das Team: Sie wollte auf die gefundenen Pullover und Jacken das neue Team-Logo drucken.
Ein neuer Tag, neue Herausforderungen
Am nächsten Morgen kam auch der Schatzmeister Alexander Jauk, um sich durch alte Ordner zu arbeiten und seine Unterlagen im freigewordenen Regal unterzubringen. Nebenbei übergab er viele historische Unterlagen der Schnüsse Tring an den Archivar. Zu seiner großen Überraschung stellte Alexander fest, dass der Container, der am Vortag randvoll war, halb leergeräumt worden war – freundliche Kölner hatten offenbar Platz geschaffen. Glücklicherweise war der Containerinhalt nicht wieder im Lager gelandet.
Fortschritte und kleine Wunder
Im Verlauf des Tages wurde weitergeräumt: Ein Anhänger voller Metallschrott wurde zum Schrotthändler gebracht, ein weiterer voller Papier nach Ossendorf zur AWB (keine gute Idee an einem Brückentag – es war sehr voll). Der Container wurde erneut bis zur Oberkante gefüllt. Am Ende des Tages war das Lager noch immer nicht ganz aufgeräumt, aber es sah schon viel besser aus.
Der Samstag voller Tatendrang
Am Samstagmorgen stellte sich heraus, dass doch noch mehr in Container 1 passte. Mit Hilfe der „Kölner Heinzelmännchen“ konnte der übrige Rest entsorgt werden. Gerade rechtzeitig wurde der Container ein drittes Mal gefüllt, als auch schon der Entsorger kam, um einen neuen leeren Container für Holz zu liefern. Trotz einer punktuellen Straßensperre ignorierten einige Fahrer die Absperrung, was das Rangieren des Lkw erschwerte. Sobald der neue Container in Position war, wurde jede Menge Holz zerkleinert und entsorgt.
Andrea entschied sich spontan, die alte, defekte Werkbank bei Kleinanzeigen einzustellen, und bereits eine Stunde später wurde diese abgeholt. Der Abnehmer nahm auch noch die alten verbeulten Metallschränke und weiteres Altmetall mit. Als Dankeschön überreichte er eine kleine Spende, die den Schrottwert deutlich übertraf. Am Ende des Tages konnte Felix erleichtert sagen: „Ich wusste gar nicht, dass das Lager einen Boden hat.“
Ein erfolgreiches Ende
Ein erfolgreiches Wochenende ging zu Ende. Das Merchandise-Team freute sich über viele neue Artikel, und jede Abteilung der Schnüsse Tring Familie hat nun ihren eigenen Bereich im Lager. Selbst das Gemälde der Schnüsse Tring vom Brunnen ziert nun eine ganze Wand. Seit dem Fund der alten Bütt, einem schönen alten Holzfass, träumt Felix davon, dass der Präsident Achim die nächste Sitzung daraus leiten wird.
Für den Lager-Trupp,
Euer Orgaleiter Felix