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Schnüsse Tring erkundet Kölns „Stadt der Toten“: Eine faszinierende Reise über den Melatenfriedhof

Am Samstag, den 07.09., veranstaltete die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring“ 1901 e.V. eine besondere Aktion für ihre Mitglieder: Eine exklusive Führung über den Melatenfriedhof, einen der geschichtsträchtigsten Orte Kölns. Unter der Leitung von Hartmut Kramer, vielen bekannt als „Harry“ von Kölngeflüster und als Kommandant des Traditionskorps Treuer Husar, begaben sich die Teilnehmer auf eine eindrucksvolle Zeitreise durch die Geschichte der Stadt.

Pünktlich um 11 Uhr versammelten sich gut 25 Mitglieder der Gesellschaft am Haupteingang des Friedhofs auf der Aachener Straße. Bei strahlendem Sonnenschein begann die zweistündige Führung, die einen tiefen Einblick in die Historie und Bedeutung des größten Friedhofs der Stadt bot. Der Melatenfriedhof ist weit mehr als nur eine letzte Ruhestätte: Mit seinen 435.000 Quadratmetern und rund 55.000 Grabstätten ist er ein lebendiges Zeugnis der Kölner Vergangenheit, ein Ort, an dem sich Geschichte und Geschichten auf besondere Weise miteinander verweben.

Der Melatenfriedhof, 1810 eröffnet, zählt zu den bedeutendsten Ruhestätten Deutschlands. Ursprünglich befand sich hier eine Leprakolonie, und erst nach deren Schließung wurde das Gelände als Friedhof genutzt. Der Name „Melaten“ leitet sich vom altfranzösischen Wort „malade“ (krank) ab und erinnert noch heute an die frühere Nutzung des Areals. Hartmut Kramer verstand es hervorragend, diese und viele weitere historische Hintergründe lebendig und anschaulich zu vermitteln.

Besonders faszinierend waren die Anekdoten zu den berühmten Persönlichkeiten, die auf Melaten ihre letzte Ruhe gefunden haben. Von der Schokoladen-Dynastie Stollwerck über die Künstlerfamilie Millowitsch bis hin zu politischen Größen – der Friedhof spiegelt die Vielfalt und Entwicklung der Kölner Gesellschaft wider.

Die Führung bot den Mitgliedern von „Schnüsse Tring“ nicht nur die Möglichkeit, tief in die Geschichte Kölns einzutauchen, sondern auch über den Tellerrand des Karnevals hinauszublicken und die Stadt aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Hartmut Kramer erzählte nicht nur von den steinernen Zeugen der Vergangenheit, sondern brachte auch persönliche und bewegende Geschichten ans Licht, die die Teilnehmer nachhaltig beeindruckten.

Am Ende der Führung waren sich alle einig: Diese zweistündige Entdeckungsreise über den Melatenfriedhof war ein außergewöhnliches Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring“ dankt Hartmut Kramer herzlich für diese spannende und lehrreiche Führung und freut sich auf weitere solch bereichernde Veranstaltungen.

Mit dieser Aktion hat die Gesellschaft einmal mehr bewiesen, dass sie nicht nur die Tradition des Kölner Karnevals pflegt, sondern auch aktiv an der kulturellen und historischen Auseinandersetzung mit ihrer Stadt teilnimmt.