Nach Abschluß der Session 1952 trat Otto Kinzel aus Altersgründen als Präsident zurück. Heinz Thiebes, seit 1948 Schriftführer der Gesellschaft, wurde als Sitzungspräsident für die Veranstaltung am 11.11.1952 vorgeschlagen. Unter Mithilfe von Toni Prang, dem langjährigen Präsidenten der ehemaligen „Ossendorfer Bürgerwehr“, war seine „Generalprobe“ so gelungen, dass er bei der nächsten Mitgliederversammlung am 14. Dezember 1952 zum ersten Vorsitzenden und im Januar 1953 zum neuen Präsidenten der Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring“ gewählt wurde.
Als junger, rühriger Präsident drängte er auf die Gründung einer eigenen Tanzgruppe der Gesellschaft. Otto Kinzel, der als Literat immer noch an seiner Seite blieb, unterstützte ihn in seinem Vorhaben – und so fanden sich bereits am 14. Mai 1953 insgesamt 16 begeisterte Töchter von Mitgliedern bereit, sich in den Dienst einer neuen Tanzgruppe zu stellen. In Ableitung von der Tätigkeit der „Schnüsse Tring“ aus Ossendorf als Dienstmagd entschied sich der Vorstand, die Gruppe als „Kammerkätzchen“ auftreten zu lassen. Gretel Brahs, Tochter eines langjährigen Mitglieds, übernahm die Einstudierung der Tänze – u.a. den Can-Can aus „Orpheus in der Unterwelt“ von J. Offenbach.